Matheiser Liedchi
(anonym aus Trier-St.Matthias
Musik: W. Liederschmitt)

Ön Trier sötzt de Kaiser
Bei Trier leit Matheiser
Bei Trier stieht su hiech en Haus
Dao kucken drei Mamsellen eraus
Die ein', die spönnt die Seid'
Die anner', die wöckelt Weid'
Die drött, die webt e rude Rock
fier onser aller Herregott



Bild rechts: gallo-römischer
Drei-Frauen-Stein aus Matheis:
Matronen, Parzen, Nornen
(die den Schicksalsfaden spinnen) -
und ein Kopf mit drei Gesichtern...
Von dieser im Jahre 1906 an der Matthiasstraße gefundenen relativ kleinen Steinrelieftafel, damals 18 cm hoch, nur noch 15,5 cm breit, ganze 4 cm dick, sind auch Kopf und Oberarm der rechts stehenden Göttin, sowie der Dreikopf mit den Füßen der mittleren Göttin abgebrochen und mittlerweile verschollen. Das wertvollste - und einzige - Beweisstück eines Drei-Frauen-Kults in Treveris/Trier kann so, wie es noch für den Katalog der Steindenkmäler (s. Binsfeld, Katalog... 1988, Nr. 296) fotografiert wurde, nie mehr ausgestellt werden.

Das sich daran anschließende Hiphop-Chanson, moselfränkisch geRAPpt, lehnt sich an ein Drei-Matrosen-Lied aus der Bretagne an (Tri Martolod), das Alan Stivell in den 70er Jahren über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt gemacht hat und dessen Melodie die neuen Hiphopper MANAU für ihr Debutalbum "Panique Celtique" 1998 zu dem Titel vom 'Volk der Göttin Dana' (La tribu de Dana) umfunktioniert haben. Dann dürfen wir das auch: meine Godi (oder Guärt - die Göttin! - so heißt bei uns die Patentante) hat nichts dagegen, der Druide, der die Merseburger Zaubersprüche (zur Heilung von Knochenbrüchen) formuliert hat, auch nicht - nur die Brauerei von Maître Kanter im Elsaß - die vielleicht doch - denn das im Nachbarland geläufige Sprüchlein "Kanterbrau - faire dodo (also zum Einschlafen!), Kronenbourg - faire l'amour (vor dem Einschlafen!)" läßt das Bier der Konkurrez besser wegkommen. Oder??