Songwriter, Sänger, Gitarrist:
www.myspace.com/uweheil
Bin am 25. 4. 1966 in Trier geboren - als Bob Dylan mit "They'll stone
you when you try to be so free" (Blonde on Blonde) in die Charts kam!
Meine Karriere als Gitarrist und Harpspieler war also vorgezeichnet.
Konnte mich kaum noch dagegen wehren. Fuhr mit meinem Vater 1978 mal
nach Paris: überall hingen Plakate mit Bob drauf. Der war also auch da!
1980 - nach dem Tod meines Vaters Theo - suchte ich nach einem Halt und
nach meinem eigenen Weg im Leben. Fand 'was davon beim Gitarrespielen
und in der Musik Dylans, der bis heute mein 'hero' ist. Seine
Fähigkeit, Persönliches wie Politisches ganz emotional, aus dem Bauch
heraus zu kommentieren und zu verarbeiten, begleitet und beeinflußt
mich bis heute. Aber auch ein Individualist wie Bruce Springsteen ist
für mich ein Seelenverwandter, der mich mit der Intensität seiner
kraftvollen Musik gepackt hat. Und Neil Young, Tom Petty & The
Heartbreakers, The Cure. Von den deutschen Liedermachern am ehesten
Reinhard Mey: "Über den Wolken", wo die Freiheit so grenzenlos ist...
1987 gründete ich meine erste Band: "Open To Slope". Vocals: Udo
Neyses. Guitar: Willy Hoff. Guitar: Uwe Heil. Bass: Michael Rohr.
Drums: Friedrich Gorges. Und unsere erste, selbstproduzierte Single
1990 hieß "it makes no sense" (Love and hate, Maybe someday, Come back,
Your voice is still in my head). Der TV schrieb damals: 'Ein
bemerkenswertes Debut'. Die musikalische Bandbreite reichte von New
Wave, Independent, über The Cure und die Pixies bis zu Bob Dylan.
1993 tauften wir uns um in "She Never Complains". GitarrenpopRock mit
mir und Achim Neu (der nun seit Jahren schon als Roadie für Guildo Horn
arbeitet). Vocals: Udo Neyses (später auch: Frank Caspers). Bass: Willy
Hoff. Drums: Andre Melzer. Wir produzierten ein aufwendiges Demo-Tape
mit 4 Titeln: Happy Ending, I Ain't Got Time To Stay, Truth Is
Breaking, Every Moment. Und siegten im Finale des Rockförderpreises!
"Sie hatten keine Chance, doch sie nutzten sie", schrieb der TV. Wir
waren live an dem Tag so gut drauf, daß wir das Ding einfach abgeräumt
haben. Und hielten durch bis 1997 - dann fiel alles irgendwie
auseinander - ich machte erst mal allein weiter - war Gitarrist bei
verschiedenen Trierer Formationen - war auf Tour mit den Shanes und den
Teenage Idols - schrieb auch 'was für die Shanes ('The Budapest
Sessions' feat. Benito von Gruenau & Vezérkar, Phoenix Studios
Budapest 1996).
1998 leistete ich mir eine selbstproduzierte CD, für Liebhaber,
handverlesen und handsigniert: "Barefoot running circles". Und den
einen oder anderen englischen Song schreibe ich immer noch so
zwischendurch. Versuche es aber auch schon mal auf deutsch: "Komm und
gib mir deine Antwort" (OLTÄHR leiff, 2000) ist die Übersetzung meines
Titels "Baby Please Give Me An Answer". Weitere werden folgen.
Ende 1995 ist die Zusammenarbeit mit 'Woltähr'/Walter Liederschmitt
richtig in Gang gekommen. Nachdem ich sein Dylan-Buch schon Jahre
vorher verschlungen hatte. Als er noch in Koblenz wohnte. Ganz klar,
daß wir über die gemeinsame Liebe zur Bob-Song-Poesie mal zueinander
finden würden. Im Dezember '95, in so 'ner duseligen
Vorweihnachtsstimmung, bei Tee und Glühwein (Oder waren es doch n paar
Bier?) hockten wir in seiner Küche 'rum und brüteten 'was über Trierer
Gemüt und Gedöns aus: Wat ging' de Jesus wohl sa'en, wenn e widder
zrückkäm o' wollt' sein'n heilije Rock ma widder anzieh'n?... Angelehnt
an den berühmten Refrain des Domstein-Lieds wurde eine richtige
Hammer-Nummer daraus, der "Holy Rock Song", produziert von Kornelius
Flowers (The Shanes), und ein Highlight der CD 'Trierer Venus' (Mai
1996).
Der "HGT Talk" (um die Jahreswende 1997/98) war dann der zweite Titel,
den wir zusammen ausgeheckt haben. Ein Dialog unter Freunden. Weil ich
einfach mal wissen wollte, in was für eine Schule der da immer noch
latschte... (CD leiff, 2000).
Das Jahr '99 war nach dem chinesischen Horoskop das Jahr des 'Hasen'.
Also hat Woltähr (WL) über die Struktur meines Songs "I'm fading away"
einfach einen völlig neuen Text gesponnen: "Das Jahr des Hasen" ist
eins unserer typischsten neuen Lieder geworden, das über das Jahr '99
hinaus Bestand haben wird - alles auf der CD leiff 2000 (wobei Carsten
sogar einen Vers von His Bobness intoniert - den haben wir jetzt auch
schon soweit)! Ich selbst singe Trierisch ("Schwatz Kaatz") und
Englisch (Shakespeare! "La Carmagnole 2000"). Und zitiere 'Jumping Jack
Flash' (Rolling Stones), 'License to kill' (Dylan '83) & 'bis der
Arsch im Sarge liegt' (Udo Lindenberg) in dem Chanson frei nach Georges
Brassens, "Schimpf, Schande über den, der da - bei soviel Mord und
Totschlag in der Welt - noch singen kann..."
Im September 2000 saßen Woltähr und ich in New Orleans am Mississippi
und haben innerhalb von 2 Std., so lange wie der Raddampfer 'Natchez',
von dem wir gerade kamen, wieder auf Tour war, den Song "Wandering
Soul" - erarbeitet kammer net sa'en - einfach mit uns geschehen lassen;
wie magisch fortgezogen von dem sanft dahingleitenden Fluß, getrieben
von den paar Budweiser Beers, die wir intus hatten. Es ist ein Glück,
solche Momente in Musik festhalten zu können! Wir haben in New York, im
Village, wo Bob Dylan erstmals von sich reden machte, sein "Chimes of
Freedom" gespielt. In Santa Fe im Cafe Oasis über Donovans "Jersey
Thursday" (an einem 'Donners-Festtag') improvisiert. Und in einem Irish
Pub in San Francisco die "Riders on the storm" von den 'Doors' (mit
Schlagzeuger) durchreiten lassen. Aber zu den stärksten Eindrücken in
Amerika überhaupt zählt der eine oder andere Abend, wo wir
original-indianische Musik zu hören bekommen haben - und einmal sogar
mit auf die Pauke (das Trommelfell) hauen durften! s. Foto von 'Wolf's
Heaven', Oklahoma. Das wird mir noch lange im Kopf herum gehen und ganz
bestimmt noch 'n Song ergeben ... (Foto: E. Edringer, s. Lied "dä Wollw
em Himmel")
Ich niese gerne laut und heftig. Manchmal sogar 3x hintereinander.
Gerade auch live in concert. Das gehört dann mit zu den Höhepunkten des
Abends: wie meine Mitspieler, davon schon gar nicht mehr sonderlich
irritiert, von da ab erst richtig in Fahrt kommen und das Konzert sich
zu einem rauschenden, hüstelnden, niesenden Fest entwickelt. Macht
einfach Spaß mit den Jungs. Mit Markus Mich von den 'WengertStompers'
am Schlagzeug! Und wenn dann noch Carola mit Sax und Klarinette
dazwischen geht... Nichts lieber als sich immer wieder auf das
Abenteuer WOLTÄHR einzulassen.





